Burkhard Vogtherr, Designer

Burkhard Vogtherr, Designer

Burkhard Vogtherr

Burkhard Vogtherr einer der führenden Designer in Deutschland. 

Burkhard Vogtherr ist Möbeltischler und Industriedesigner (Werkkunstschulen Kassel und Wuppertal). Seit 1972 arbeitet er selbstständig - heute in seinem Atelier im elsässischen Mulhouse. Im Laufe seiner Karriere wurde Burkhard Vogtherr mehrfach ausgezeichnet. 

Er ist ungewöhnlich produktiv, vielseitig und aufgrund seiner offenen, kosmopolitischen Art und seiner progressiven Design-Haltung ein gefragter Partner. So entstanden Betten, Polster- und Büromöbel für große Produzenten in Europa, Japan und den USA - unter anderem für Rosenthal, Arflex, Cappellini und Fritz Hansen. Er favorisiert einfache, klare Linien und die Sichtbarmachung von Funktionen.

Der intelligente Tisch Maxmax, den er gerade für Rosenthal entwarf, macht alle unschönen technischen Utensilien wie Notebook-Adapter, Ladegeräte etcetera unsichtbar. Mit diesem Entwurf kehrte Burkhard Vogtherr zu seinen Ursprüngen zurück. Seine ersten Möbel entstanden ebenfalls für Rosenthal, darunter eine futuristische Bett-Schrank-Zelle mit eingebautem Hifi-System.

Nach einer Ausbildung zum Schreiner hatte der gebürtige Badenser zunächst Industriedesign studiert. Ende der 60er Jahre gewann er den Bundespreis Gute Form, der damals erstmals vergeben wurde. Sein Entwurf: eine Phono-Anlage, bei der die Geräte in Kunststoffkugeln untergebracht waren.

Das Sound-Atomium brachte Aufmerksamkeit, dann wandte sich er aber doch dem Phänomen Stuhl zu. Der Deutsche mit Wohnsitz im Elsass wurde zu einem der international gefragtesten Spezialisten für Sitzgelegenheiten jeder Art. Er arbeitete für führende internationale Möbelmarken wie Arco, Arflex, Bushy, Cappellini, Dietiker, Fritz Hansen und Wittmann, aber auch für deutsche Hersteller wie COR, Drabert, Klöber und WK. Seit den 70er Jahren entstanden zahlreiche Bürodrehstühle, u. a. für Drabert und den amerikanischen Hersteller Davis. Bereits Anfang der 80er Jahre schaffte der Star ohne Allüren seinen Durchbruch in Italien. Arflex kaufte den ebenso schlanken wie markanten Sessel T-Line. Für dieselbe Firma schuf er weitere Entwürfe, die in angenehmem Kontrast zur Ausdruckswut jener Jahre stehen, wie der Sessel Felix, ein eigenständiger Kommentar zum Thema Kiste, der Sessel Armilla, ein Vexierspiel mit Dreiecken, und schließlich Leo lea, eine Hommage an die Klarheit der klassischen Moderne, deren Leichtigkeit die Originale kaum erreichten. Gerade Vogtherrs besonnene Formensprache ist wohl eine der wichtigsten Ursachen für seine vollen Auftragsbücher.

Anfang der 90er Jahre entstand für Cappellini das Tisch-Stuhl-Bett-Ensemble Small Room, ein Werk, das ebenso der Einfachheit verpflichtet ist wie der jüngst entstandene Tisch Lance (für Arco), eine massive Konstruktion, deren Holzversion auf Beinen in V-Form steht, die an einen traditionellen Bock erinnern.