Mart Stam

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Mart (Martinus Adrianus) Stam wurde am 5. 8. 1899 in Purmerend, Niederlande geboren. Er machte ein Diplom als Zeichenlehrer, um danach, von 1919 – 1922, in dem Büro von Granpré Molière, Verhagen und Kok in Rotterdam zu arbeiten.

1922 zog er nach Berlin, wo Mart Stam u. a. bei H. Poelzig und M. Taut gearbeitet hat. Hier traf er auch El Lissitzky, mit dem er bis zu dessen Tode eng befreundet war. Die gesellschaftlichen Visionen und Ideen von Architektur prägten Stams funktionalistische und sozialethischen Grundsätze.

Zahlreiche seiner Ideen veröffentlichte er in europäischen Avantgarede Publikatioen wie „i 10“, „Wendingen“, „das neue Frankfurt“ und in der „ABC – Beiträge zum Bauen“, das Mart Stam zusammen mit anderen selbst herausgab. Stam war genauso Architekt wie gesellschaftskritischer Autor.

Mart Stam war einer der bedeutendsten Architekten der Moderne und ein Pionier des modernen Möbeldesigns. 1927 leistete er einen aufsehenerregenden architektonischen Beitrag zur Weißenhof-Siedlung in Stuttgart – als Architekt und Gestalter, der mit Stahlrohr experimentierte.

In den Jahren 1928 und 1929 war er als Architekt in Frankfurt am Main und als Gastdozent am Bauhaus in Dessau tätig und hielt dort Vorlesungen über elementare Baulehre und Städtebau. Von 1930 bis 1934 arbeitete Mart Stam in Russland und anderen Ländern; danach war er bis 1948 als Architekt in Amsterdam tätig. Im Jahre 1939 übernahm er die Leitung der Kunstgewerbeschule Amsterdam. 1950 wurde er Direktor der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. 1953 kehrte er nach Amsterdam zurück.

1977 siedelte er in die Schweiz über, wo er am 23. Februar 1986 in Goldach starb.