Lichtplanung

Lichtplanung

Moderne Bürobeleuchtung schafft Lichträume

Moderne Beleuchtung geht weit darüber hinaus, dem Menschen das Sehen in der Dunkelheit zu erleichtern. Licht gibt Gebäuden Profil, betont die Architektur, richtig eingesetzt steigert es die Leistungskraft. Heute kann mit Licht jederzeit ein Umfeld erzeugt werden, das Wohlbefinden und Sicherheit verbindet, Konzentration und Gesundheit fördert und Energie spart, während die Beleuchtungsqualität wächst.

 

Kommunikation ist das Schlüsselwort und Licht ist einer der wichtigsten Träger der Raumidee. Es gilt als sicher, dass der Mensch ebenso auf Licht angewiesen ist, wie auf Nahrung und Schlaf. Winterdepressionen sind untrügliche Zeichen für zu wenig Lichtzufuhr. Vor allem in Arbeitsbereichen wird größere Konzentration mit guter Lichtplanung erzielt.

Licht wird in Lux gemessen und die Helligkeit und Ausleuchtung eines Büros sind in der Bundesrepublik inzwischen genormt und unterliegen permanenter Kontrolle, nicht zuletzt damit die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleistet ist.

Die Unterteilungen der einzelnen Arbeitsbereiche (Einzel- und Gruppenarbeitsstätten, Konferenz- und Gesprächszonen) heben ihre harte Unterteilung in modernen Büros auf. Glas und transparente Kunststoffe lassen die Arbeitsbereiche fließend in einander übergehen. So werden auch die Arbeitsprozesse im Büro zunehmend transparent.

Die vorhandenen Ressourcen des jeweiligen Raumes optimal zu nutzen, bleibt trotzdem im Arbeitsbereich ein innenarchitektonischer Balanceakt. Stressabbau ist gerade im Planungs- und Dienstleistungsbereich unerlässlich, um Ausfälle und Krankheitszeiten zu minimieren und mit dem Wohlbefinden auch die Konzentration und Arbeitsleistung zu steigern. Nicht umsonst hat die Büroarbeit schon besondere Krankheitsbilder wie Burnout, Überforderung u.ä. hervor gebracht. Auch hier sollte, um solche Krankheiten schon im Vorfeld zu verhindern, Licht als konkretes Arbeitsmaterial der Inneneinrichtung eingesetzt werden. Das Zusammenwirken von Licht und Raum kann psychische und gesundheitliche und damit auch arbeitstechnische Pluspunkte bringen. Vieles wird so „ins rechte Licht gerückt“.

Auch Lounges, und Pausenräume werden in die allgemeine Bürozone mit einbezogen. In den 90er  Jahren  kursierte das Wort open source bzw. free source. Man beobachtete, dass in Konferenzen behandelte Überlegungen in zwangloseren Pausengesprächen oft nochmals modifiziert wurden. Harte Meinungen weichten in Loungesituationen auf und öffneten sich zu weiteren Horizonten. Natürlich dürfen solche Situationen nicht erzwungen werden, der kommunikative Raum trägt jedoch nachhaltig dazu bei.

Getöntes Glasmaterial kann „intimere“ Gesprächssituationen (Kundenberatung u.ä.) gestalten. Die den japanischen Holz- und Reispapierlamellen nachempfundenen „Shoys“ werden zwar zunehmend in Wohnbereichen eingesetzt, eignen sich aber gut, um zu grelles Licht wieder abzudämpfen. Dimmer können dazu beitragen, den Arbeitsbereich des Einzelnen individuell auszuleuchten. Ausreichender Lichteinfall oder zureichendes Kunstlicht sollte vor allem direkt auf den Schreibtischen gegeben sein. Hier muss wirkungsvoll zwischen der Deckenbeleuchtung, und dem einzelnen Arbeitsplatz vermittelt werden.

Das moderne Büro macht nicht nur die Arbeitsprozesse im Innern transparent, sondern öffnet sich dem Publikumsverkehr repräsentativ nach außen. Wartezonen und Flure sollten daher in Design, Ausstattung und Beleuchtung nicht vernachlässigt werden. Gerade Flure, Aufzugsbereiche und Treppenhäuser zählen noch immer zu den Stiefkindern der Innenarchitektur. Dabei sind gerade sie beim Eintritt das erste Aushängeschild des modernen Dienstleistungsbetriebes. Auch hier ist Licht in allen Formen und Funktionen ein wichtiges Element der Raumgestaltung.